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Pflege älterer Menschen: Die 5 wichtigsten Fehler bei der Prävention von Druckverletzungen

Altenpflege Top 5 Fehler bei der Prävention von Druckverletzungen

Druckverletzungen oder Wundliegen sind ein wachsendes Problem in der Altenpflege. Dies liegt daran, dass sie besonders häufig bei bettlägerigen Personen oder bei Personen mit Mobilitäts- und kognitiven Einschränkungen auftreten.

Druckverletzungen können zu Infektionen, einem längeren Aufenthalt in einer medizinischen Einrichtung und in schwereren Fällen sogar zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Glücklicherweise sind die meisten Druckverletzungen vermeidbar. Leider machen Pflegekräfte und medizinische Einrichtungen bei der täglichen Pflege Routinefehler.

In diesem Artikel werden die fünf häufigsten Verletzungen, die vor allem bei älteren Menschen zu Dekubitus führen, sowie wirksame Maßnahmen zu ihrer Vorbeugung vorgestellt.


1. Fehler #1: Unregelmäßige Neupositionierung

❌ Das Problem

Das Erfordernis eines regelmäßigen Bereitschaftsdienstes wird häufig vernachlässigt. Krankenschwestern und -pfleger neigen eher dazu, Prädispositionsschichten zu kürzen, um in Zeiten mit hohem Arbeitsanfall schlanker zu bleiben.

Ältere Menschen, die in einer bestimmten Position gehalten werden, entwickeln eine mangelnde Durchblutung und Gewebeschäden in Bereichen wie dem Kreuzbein, den Hüften und den Fersen.

⚠️ Das Risiko

  • Ischämie des Gewebes

  • Dekubitus der Stufen 1-4

  • Vermehrte Krankenhausaufenthalte und Schmerzen

✅ Tipps zur Prävention

  • Änderung der Position alle 2 Stunden für alle Patienten - sowohl tagsüber als auch in der Nacht

  • Verwenden Sie Drehpläne, Alarme, oder digitale Erinnerungshilfen

  • Unterstützung bei der Neupositionierung und Verwendung von entweder Keil oder Wechseldruckmatratzen um die Arbeitsbelastung des Personals zu verringern und gleichzeitig die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern.


2. Fehler #2: Ignorieren früher Hautveränderungen

❌ Das Problem

Rötungen und violette Verfärbungen sowie Wärme in Bereichen mit hohem Druck werden oft als "empfindliche Haut" oder triviale Entzündung bezeichnet. Diese Anzeichen könnten jedoch auf ein frühes Stadium der Verletzung (Stadium 1) hinweisen.

⚠️ Das Risiko

  • Verzögerung der Intervention

  • Schnelles Fortschreiten zu offenen Wunden

  • Höheres Infektionsrisiko und verlängerte Genesungszeit

✅ Tipps zur Prävention

  • Führen Sie täglich Hautbeurteilungen in Risikobereichen durch: Fersen, Gesäß, Ellbogen, Schultern und entlang der Hautdehnung.

  • Beobachten und notieren Sie die Änderungen, die für Hauttemperatur, -farbe und -entzündung.

  • Setzen Sie sofort nach dem Auftreten von Rötungen oder Verfärbungen Entladungsmethoden ein.


Muss ein Patient auf einer dynamischen Luftmatratze gewendet werden

3. Fehler #3: Verwendung der falschen Matratze oder des falschen Kissens

❌ Das Problem

Eine ungeeignete Auswahl von Schaumstoffmatratzen oder -kissen für Risikopatienten führt dazu, dass der Druck nicht wirksam umverteilt wird. Nicht alle Auflageflächen sind gleich.

⚠️ Das Risiko

  • Kontinuierlicher Druck und Reibung

  • Tiefe Gewebeverletzungen, die bis zu ihrer Schwere unbemerkt bleiben können

  • Erhöhte Beschwerden und Risiko eines Krankenhausaufenthalts

✅ Tipps zur Prävention

  • Beurteilen Sie das Risikoniveau von Patienten mithilfe von Instrumenten wie Braden-Skala

  • Verwenden Sie geeignete Untergründe:

    • Matratzen mit wechselndem Druck für immobile Hochrisikopatienten

    • Systeme mit geringem Luftverlust für die Feuchtigkeitskontrolle

    • Gel- oder Luftzellen-Kissen für sitzende Patienten

  • Lassen Sie sich bei der Auswahl der Ausrüstung von einer Wundpflegekraft oder einem Spezialisten für Druckverletzungen beraten.


4. Fehler #4: Schlechte Hygiene und Feuchtigkeitsmanagement

❌ Das Problem

Übermäßige Feuchtigkeitszufuhr durch Inkontinenz, Schwitzen und unregelmäßige Hautpflege verschlimmert die Aufweichung der Haut und macht sie anfälliger für Scher- oder Druckschäden.

⚠️ Das Risiko

  • Hautmazeration

  • Infektion durch offene Wunden

  • Schnellere Entwicklung von Geschwüren

✅ Tipps zur Prävention

  • Es können saugfähige Einlagen und Inkontinenzprodukte mit hoher Feuchtigkeitstransportfähigkeit verwendet werden.

  • Bettzeug und Kleidung sollten häufig gewechselt werden.

  • Gefährdete Gebiete müssen geschützt werden durch Barriere-Cremes.

  • Raumtemperatur und Belüftung sollten optimal sein, um übermäßiges Schwitzen zu minimieren.


5. Fehler #5: Mangelnde Schulung des Personals oder fehlende Kenntnisse des Pflegepersonals

❌ Das Problem

Unzureichendes Bewusstsein bedeutet, dass viele Druckverletzungen nicht verhindert werden. Pflegende Angehörige oder unerfahrenes Pflegepersonal bemerken möglicherweise nicht die entscheidenden präventiven Hinweise oder die besten Vorbeugungsmaßnahmen, die anzuwenden sind.

⚠️ Das Risiko

  • Versäumte Frühinterventionen

  • Inkonsistente Pflegeprotokolle

  • Schlechte Kommunikation bei der Übergabe

✅ Tipps zur Prävention

  • Angemessene und angemessene Fortbildung für alle Mitarbeiter und Betreuer.

  • Prüfen Sie aktuelle Leitlinien (z. B. von NPIAP)

  • Förderung der Kommunikation zwischen den Schichten durch die Verwendung von Übergabeprotokollen und Checklisten.

  • Verwendung von Aufklärungspostern oder Erinnerungshilfen in den Personalbereichen


Zusammenfassung der Checkliste: Bewährte Praktiken zur Vermeidung von Druckverletzungen

Wichtigste Maßnahme Durchgeführt? (✔/✘)
Umlagerung alle 2 Stunden
Tägliche Hautinspektionen
Verwendung von Druckentlastungsmatratzen oder -kissen
Feuchtigkeitsmanagement und Hygieneprotokolle
Regelmäßige Schulungen für Personal und Betreuer

Schlussfolgerung

Vorbeugende Maßnahmen erfordern keine kostspieligen Maßnahmen, sondern die richtigen Werkzeuge, die geeigneten Maßnahmen und eine nachhaltige Aufmerksamkeit für Details.

Die Einhaltung der fünf skizzierten Strategien ermöglicht es nicht nur institutionellen und individuellen Pflegekräften, die Prävalenz von Dekubitus deutlich zu reduzieren, sondern erhöht auch den Komfort und die Würde älterer Patienten und mindert die langfristige Belastung durch die komplexe Wundversorgung.

Professionelle Pflegekräfte, Einrichtungsleiter und pflegende Angehörige sollten daran denken, dass eine informierte und proaktive Pflege es ermöglicht, Probleme präventiv anzugehen, und dass Prävention der Intervention vorzuziehen ist.

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