In der häuslichen Pflege ist Wissen wichtig, um sichere Patiententransfers durchführen zu können. Stürze von Patienten, Rückenverletzungen des Pflegepersonals oder sogar die mangelnde Bereitschaft der Patienten machen die Pflege zu einer Herausforderung. Um die Pflegekräfte zu unterstützen, werden in diesem Artikel einige sichere und praktische Transfertechniken erläutert.
Warum ist eine ordnungsgemäße Übertragung wichtig?
Auswirkungen auf die Patienten
- Verletzungsprävention: Stürze, die auf schlechte Transfers zurückzuführen sind, können zu Brüchen, Verstauchungen oder anderen Formen von Verletzungen führen.
- Lindert den Schmerz: Bei einigen Patienten können während des Transfers Schmerzen und Unbehagen auftreten, die vermieden werden könnten.
- Verbessertes Selbstwertgefühl: Kompetente Pflege trägt dazu bei, das Selbstwertgefühl der Patienten zu stärken und damit ihr Selbstvertrauen insgesamt zu verbessern.
Auswirkungen auf Betreuer
- Prävention von Wirbelsäulenverletzungen: Viele Pflegekräfte haben ein hohes Risiko, Rückenprobleme zu bekommen. Das ständige Bücken und Heben von Gegenständen fordert unweigerlich seinen Tribut von der Wirbelsäule.
- Geringere Ängstlichkeit: Die Kenntnis der richtigen Techniken fördert das Vertrauen und die Leichtigkeit im Umgang mit den Patienten.
- Positive Arbeitseinstellung: Gute Verfahren und Praktiken machen die Verlegung weniger mühsam und sind sowohl für die Patienten als auch für das Pflegepersonal einfühlsamer.
Vorbereitungen vor dem Transfer
- Schaffung einer sicheren Umgebung: Vergewissern Sie sich, dass keine Hindernisse für Gehhilfen oder Rollstühle vorhanden sind, über die jemand stolpern oder gegen die er stoßen könnte.
- Bewerten Sie den Zustand des Patienten: Prüfen Sie ihre Fähigkeit zur Unterstützung.
- Geeignete Hilfsmittel: Haltegriffe, Transferboards und Stützgurte sorgen für mehr Sicherheit.
- Richtige Körperhaltung: Achten Sie auf eine angemessene Körpermechanik: Beugen Sie die Knie, halten Sie den Rücken beim Aufstehen gewölbt, strecken Sie die Hüften und setzen Sie die Beinmuskeln überwiegend ein.
Geeignete Übertragungstechniken für unterschiedliche Szenarien
Transfer vom Bett zum Stuhl (für Patienten mit eingeschränkter Mobilität)
Verfahren:
- Heben Sie das Bett so an, dass es sich auf gleicher Höhe mit dem Rollstuhl oder Stuhl befindet.
- Helfen Sie dem Pflegebedürftigen, sich aufzusetzen, und achten Sie darauf, dass die Füße auf dem Boden stehen.
- Stützen Sie sich mit Haltegriffen oder Transfergurten ab.
- Helfen Sie dem Pflegebedürftigen, aufzustehen, sich umzudrehen und ihn auf den Stuhl zu setzen.
- Entfernen Sie die Stütze erst, wenn der Patient richtig sitzt.
Gleitbrett-Transfers (für Patienten mit schwachen unteren Gliedmaßen, aber aktivem Oberkörper)
Verfahren:
- Legen Sie das Gleitbrett zwischen das Bett und den Rollstuhl.
- Helfen Sie dem Patienten, sich auf eine Seite zu lehnen und über das Brett zu gleiten.
- Helfen Sie dem Pflegebedürftigen beim sicheren Transfer von der Seite.
Umzug eines vollständig bettlägerigen Patienten
Verfahren:
- Verwenden Sie ein Ziehblatt oder ein Transferband: Eine Pflegekraft stützt den Kopf und die Schultern des Pflegebedürftigen, während eine andere die unteren Extremitäten stützt.
- Kontrolliert anheben: Versuchen Sie, den Pflegebedürftigen Schritt für Schritt anzuheben.
- Achten Sie auf eine korrekte Körperhaltung: Stellen Sie sicher, dass sich der Patient in der neuen Position wohl fühlt.
Aufrechterhaltung der Sicherheit bei Transfers
- Wählen Sie die einfachste Hebemethode: Beugen Sie die Knie und setzen Sie Ihre Körpermitte ein, um sich nicht zu überlasten.
- Halten Sie den Patienten auf dem Laufenden: Durch eine offene Kommunikation mit dem Patienten werden Ängste abgebaut.
- Stellen Sie sicher, dass alle Instrumente gesichert sind: Stellen Sie die Höhe des Bettes ein und arretieren Sie die Rollstuhlbremsen.
- Vermeiden Sie es, schwere Patienten allein zu transferieren: Verwenden Sie mechanische Hebevorrichtungen oder holen Sie Hilfe.
Tipps zur Wartung und täglichen Pflege
- Regelmäßige Reinigung: Um die Vermehrung von Bakterien zu verhindern, sollten die Instrumente regelmäßig gereinigt werden.
- Routinekontrollen der Ausrüstung: Stellen Sie sicher, dass Betten, Rollstühle und Transferhilfen stabil sind, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
- Hautpflege: Halten Sie die Haut des Patienten trocken, um Druckgeschwüre zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Was geschieht, wenn der Patient überhaupt nicht kooperiert?
Verwenden Sie zwei Betreuer und Transferstuhl oder Gleitbretter, um einen sicheren Transfer zu gewährleisten.
Was können Pflegende tun, um Rückenbelastungen vorzubeugen?
Vermeiden Sie es, sich zu bücken, heben Sie stattdessen mit den Beinen und tragen Sie einen Rückenstützgürtel.
Wie kann man die Ängste der Patienten während des Transfers mindern?
Beschreiben Sie vor dem Umzug jeden einzelnen Schritt genau und bieten Sie Unterstützung und Sicherheit.
Schlussfolgerung
Pflegekräfte, die die richtigen Transfertechniken beherrschen, können die Sicherheit und den Komfort der Patienten gewährleisten und gleichzeitig das Verletzungsrisiko verringern. Mit angemessener Unterstützung und regelmäßiger Wartung der Ausrüstung können die Qualität der Pflege und das allgemeine Wohlbefinden des Patienten erheblich verbessert werden.
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